B.M. Strupp Lern- und Gedenkort
Jüdische Geschichte und Antisemitismus
Veranstaltungen
Veranstaltungen der B.M. Strupp-Stiftung
im B.M. Strupp Lern- und Gedenkort
in der Strupp'schen Villa
Bernhardstraße 4
98617 Meiningen
Mittwoch, 7. Oktober 2026, 18.00 Uhr
"Reden Sie mit allen. Glauben Sie niemanden. Auch mir nicht."
Moses Sachs und das Heilige Land vor 175 Jahren.
Vortrag von Christoph Gann
aus Anlass des 3. Jahrestags des Terrorangriffs auf Israel
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Mit einem historisch-literarischen Vortrag erinnert die B.M. Strupp-Stiftung auch in diesem Jahr an den Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel von Oktober 2023, bei dem ca. 1200 Menschen getötet wurden. Zudem wurden etwa 240 Kinder, Frauen und Männer als Geiseln in den Gaza-Streifen verschleppt.
Sachbuchautor Christoph Gann wirft einen Blick zurück in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht dabei Moses Sachs, der gebürtig aus Dreißigacker stammte. Vor 175 Jahren schrieb er in einer deutschen jüdischen Zeitung: „Ich nehme mir zum ersten Mal die Freiheit, vom heiligen Lande aus Ihnen zu schreiben; schon mehrere Jahre hege ich den Wunsch, daß das heilige Land in einem bessern Zustande sein möge, als gegenwärtig der Fall ist ...“. Sachs wohnte damals bereits zwanzig Jahre in Jerusalem. Er gilt damit als erster deutscher Jude der Neuzeit, der sich in Palästina niederließ. Bekannt wurde er als „der schöne Rabbiner“. So bezeichnete ihn der Schriftsteller und Landschaftsgestalter Fürst Pückler-Muskau nach einer Begegnung in Susa (Tunis). Sachs habe in einem langen religiösen Gespräch „feurigen Glauben und eben so viel Toleranz gezeigt.“ Auch Ludwig Bechstein verewigte Sachs und seine Schönheit literarisch.
Auf Reisen durch Europa, um Spenden u.a. für den Bau von Wohnungen für Arme in Jerusalem zu sammeln, traf Sachs auf christliche und jüdische Persönlichkeiten. In München erregte er Aufsehen als Student. Andernorts wurde vor ihm gewarnt und er kam in Polizeigewahrsam. Bechstein kommentierte dazu: „Du hast ein undankbares Vaterland. Unschuld muß viel leiden!“ Für englische und deutsche Zeitungen berichtete Sachs über die Zustände im Heiligen Land. Er sprach offen aus, was er dachte. Das gefiel nicht jedem. Einem Schriftsteller aus Österreich gab er den Rat: „Reden Sie mit allen. Glauben Sie niemandem. Auch mir nicht.“
Samstag, 24. Oktober 2026
Veranstaltungen am 5. Jahrestag der Eröffnung
des B.M. Strupp Lern- und Gedenkortes
15.00 Uhr
Eröffnung der Ausstellung
Lichter in der Finsternis: Raoul Wallenberg
und die Rettung der Budapester Juden 1944/45
von Christoph Gann
19.00 Uhr
"Ich weiß, dass die Sache undurchführbar ist.
Aber sie muss versucht werden."
Eine Live-Feature über Raoul Wallenberg und die Rettung der Budapester Juden 1944/45
Idee, Konzeption und Manuskript: Anna Gann
Mit beherzter Kreativität und großem persönlichem Einsatz rettete der schwedische Diplomat Raoul Wallenberg 1944/45 in Budapest Zehntausende Juden vor dem Holocaust. Die Rote Armee verschleppte ihn bei ihrem Einmarsch in der ungarischen Hauptstadt nach Moskau, sein weiteres Schicksal ist bis heute ungeklärt.
Das Live-Feature nähert sich der außergewöhnlichen Persönlichkeit Raoul Wallenbergs auf besondere Weise: Vortrag, Lesung, Musik und Original-Tondokumente verbinden sich zu einem eindrucksvollen Porträt. Der Schauspieler Enno Hesse liest Texte des bekannten ungarischen Schriftstellers Ernö Szép, der durch einen schwedischen Schutzpass überlebte. Wallenberg-Biograph Christoph Gann berichtet über das Wirken des 32jährigen in Budapest und die bis heute offenen Fragen zu seinem Verschwinden. Das Duo Soarpa mit Anna Gann (Sopran) und Bettina Linck (Harfe) musiziert Werke ermordeter ungarischer Komponisten. Originalaufnahmen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen lassen die damaligen dramatischen Ereignisse lebendig werden.
Ein bewegendes Programm über Menschlichkeit, Verantwortung und den Mut, das Mögliche zu tun. Veranstalter: VHS Schmalkalden-Meiningen in Kooperation mit der B.M. Strupp-Stiftung.
Die Ausstellung dokumentiert das Wirken Raoul Wallenbergs in Budapest sowie seine Mitstreiter wie u.a. der Schweizer Diplomat Carl Lutz.
Öffnungszeiten des
B.M. Strupp Lern- und Gedenkortes
Jüdische Geschichte und Antisemitismus
Strupp´sche Villa
Bernhardstraße 4
98617 Meiningen
donnerstags von 16.00 bis 18.00 Uhr
Führungen durch den B.M. Strupp Lern- und Gedenkort
können vereinbart werden unter:
info@bmstrupp-lernort.de

Der B.M. Strupp Lern- und Gedenkort
Jüdische Geschichte und Antisemitismus
ist ein Projekt der B.M. Strupp-Stiftung, Meiningen
Öffnungszeiten
donnerstags von 16.00 bis 18.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung:
info@bmstrupp-lernort.de
Der B.M. Strupp Lern- und Gedenkort wird gefördert durch:
Weitere Förderer:
Landkreis Schmalkalden-Meiningen
Stadt Meiningen
Die Internetseite und die Ausstellung des B.M. Strupp Lern- und Gedenkortes stellen keine Meinungsäußerung des TMBJS und der weiteren Förderer dar. Für inhaltliche Aussagen trägt der Autor Christoph Gann die Verantwortung.




